Speicherhaus in Ravensburg
Aktualisiert: 22. Sept.
Auftrag: Umnutzung und denkmalgerechte Sanierung Baubeginn: 02.12.2024 Ort: Escher-Wyss-Straße 2, 88212 Ravensburg Auftraggeber: Monvue GmbH & Co.KG / Beer Bembé Dellinger Architekten und Stadtplaner GmbH Zum Gerüst: 2100 m² Fassadengerüst W09 zzgl. Stützgerüsten inkl. Ballastierung, 180 m² Hängegerüst, 22 m Stahlträgerüberbrückung (HEB 360), 1 Bauaufzug GEDA Z/ZP 1500 BS-Bühne
Vom Lagerhaus zur "New Work"-Zentrale
Direkt an der Bahnlinie in Ravensburg wird ein Stück Industriegeschichte zu neuem Leben erweckt. Das 1922 erbaute Raiffeisen Lagerhaus (WLZ-Gebäude) wird bis Herbst 2026 zum "Speicherhaus" umgebaut. Wo früher Getreide lagerte, entstehen auf 5.600 m² neue Büroräume für die Stadtverwaltung sowie Gastronomieflächen.
Herausforderung Denkmalschutz
Der historische Material-Mix aus Eisenbeton, Fachwerk und Ziegelmauerwerk macht den Charme des Hauses aus, die Sanierung aber auch komplexer.
Eine der größten Herausforderungen bestand darin, dass aufgrund des Denkmalschutzes ein Großteil des Gerüstes nicht klassisch in der Fassade verankert werden durfte. Große Bereiche mussten daher freistehend errichtet werden. Die notwendige Standsicherheit wurde über Stützgerüste mit entsprechender Ballastierung gewährleistet.
Sonderverankerung & Statische Lösungen
Vollständig ohne Verankerung war die Konstruktion jedoch nicht umsetzbar. In enger Abstimmung mit der Statik kam daher eine zug- und druckfeste Sonderverankerung zum Einsatz. Im Inneren wurden außerdem lastverteilenden Kanthölzern als Auflager verwendet, um die vertikalen Lasten sicher in den Untergrund abzuleiten.
Besonders anspruchsvoll war zudem die Gerüststellung zur Brückenseite in Richtung Meersburger Brücke. In diesem Bereich durfte die vorhandene Dachkonstruktion nicht belastet werden. Die Lösung bestand in einem Hängegerüst mit einer 22 Meter langen Stahlträgerüberbrückung aus HEB 360 Profilen, die mittels Kran eingehoben wurden.




